Einführung

Was genau vor sich geht, wenn Dialoge glücken, ist ein Geheimnis. Dennoch lässt sich der Dialog als eine „Kunst gemeinsamen Denkens“ üben und als Disziplin erlernen. Wenn wir alte Muster des Denkens, des Sprechens und Hörens loslassen, kann Raum entstehen für tieferes Verstehen, wenn wir auf Status und Erscheinung verzichten, können neue Gedanken auftauchen.

Wir wollen in diesem Seminar versuchen, unseren Glaubenssätzen und Annahmen, die uns oftmals unbewusst steuern, auf die Spur zu kommen und miteinander zu erkunden.

Im Dialog-Prozess ist die Einsicht in eigene Denkmuster und Wahrnehmungsgrenzen möglich – darüber hinaus kann in der Gruppe Raum entstehen für neue kreative Ideen und Erkenntnisse. Wir wollen den Dialog erlernbar machen, kollektive Intelligenz wecken anstatt uns gegenseitig zu blockieren.

Gezielte Übungen helfen, Perspektivwechsel zu vollziehen und

Bewertungsmechanismen zu erkennen. Es geht im Dialogprozess um die Vertiefung unseres Verständnisses davon, wie „Denkprozesse“ ablaufen, nicht um die Präsentation und den Wettbewerb von „Denkprodukten“. Wir wollen subtile Kommunikationsfallen und blockierende mentale Modelle aufspüren und uns mit dialogischen Kernfähigkeiten beschäftigen. Lernen findet im Dialog prozessorientiert statt, das gemeinsame Erkunden und Reflektieren des Prozesses steht im Vordergrund.